Grosse Halle

Geschichte

Die ursprüngliche Reitschule entstand Ende des 19. Jahrhunderts. Die alte Reitschule am Unteren Graben musste dem Neubau des Stadttheaters weichen. Die Stadt Bern suchte deshalb einen neuen Standort, um weiterhin Reitunterricht, Stallungen und die nötige Infrastruktur anbieten zu können. Zwischen 1895 und 1897 entstand nach den Plänen des Berner Architekten Albert Gerster die neue Reitschule.

Die Grosse Halle war das Herzstück der Anlage. Sie wurde im Stil des Historismus gebaut, mit Sichtbackstein, steilen Walmdächern und kleinen architektonischen Erhöhungen. Anfangs wurde die Reitschule wie vorgesehen für Reitsport genutzt. Als die Pferde aus der Stadt verschwanden, wurden die Räume zunächst als Lager umgenutzt.

Eine erste Nutzung als Kulturzentrum folgte von 1981 bis 1982. Entscheidend war jedoch die Besetzung der Reitschule im Herbst 1987: Die drohende Räumung der Hüttendorfsiedlung Zaffaraya führte zu breitem Widerstand, und die Reitschule wurde im Oktober dauerhaft besetzt. Seitdem ist sie eines der ältesten selbstverwalteten Kulturzentren der Schweiz.

Heute versteht sich die Grosse Halle als Bestandteil dieses autonomen Kulturzentrums, arbeitet organisatorisch jedoch eigenständig. Sie wird vom Trägerverein Grosse Halle geführt und agiert unabhängig von der Interessensgemeinschaft Kulturraum Reitschule (IKuR).

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