Grosse Halle

2007
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«Von Seifenblasen die nicht platzen»
Do. 18. Okt. 2007 / Theater

«Von Seifenblasen die nicht platzen»

Jubiläumsveranstaltung «20 Jahre Reitschule» Theater-Zirkus «Von Seifenblasen die nicht platzen» von theaterspagat Konzerte im Anschluss an die Vorstellung: 18. Oktober 2007: «Super Sex Fly» 19. Oktober 2007: «Mani Porno» 20. Oktober 2007: «BUMshankar» «Von Seifenblasen die nicht platzen» von Hansueli Schürer Direktor Wurm, seine Tochter Lula, der Clown Lulo, die Messerwerferin Lulu und der Musiker (>die Besetzung) sind Menschen unserer Zeit, die ins Zirkus-Milieu verpflanzt worden sind. Sie spielen sich durch das Programm eines vor dem wirtschaftlichen Ruin stehenden, abgetakelten Zirkus. Direktor Wurm improvisiert die einzelnen Nummern im buchstäblichen Sinne des Wortes aus der Not heraus, ohne Rücksicht auf Verluste und Verletzungen, die er den andern damit zufügt. Jeder ist auf seine Weise eingesperrt in seiner Rolle, in die sie alle ohne echte Beziehung zu den andern fliehen. Nur Lulu rebelliert gegen das von Direktor Wurm verkörperte wirtschaftliche Abhängigkeitssystem und es gelingt ihr wenigstens für Augenblicke, Freiheit, Gleichheit und Anarchie herzustellen. Auch sie muss jedoch erkennen, dass sie durch das Kind Ana, die Frucht des früheren Missbrauchs von Direktor Wurm an ihr, an diesen gebunden bleibt. Im Finale versiegelt der Vollstrecker den Zirkus und mit Ana beginnt eine neue Epoche als «Party-time». Lulo, Lula und Lulu sind fast austauschbar. Ihre ähnlichen Namen drücken die Gleichförmigkeit aus, sie sind Geschöpfe in der Hand des Direktors Wurm, der mit derselben auf Ausbeutung und Profitmaximierung beruhenden Mentalität ebenso gut eine Bank, anstelle eines Zirkus leiten könnte.